Mandantenbrief Dezember 2011

Nach der jüngsten Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs sind die Aufwendungen für das Erststudium im Anschluss an den Schulabschluss sowie für eine erstmalige Berufsausbildung grundsätzlich als Werbungskosten absetzbar, was im Gegensatz zum bisherigen Sonderausgabenabzug regelmäßig erhebliche steuerliche Vorteile mit sich bringt. Die Freude über diese Rechtsprechung dürfte aber vermutlich nicht lange währen, denn der Gesetzgeber plant ein "Nichtanwendungsgesetz".
 

Unternehmer dürfte interessieren, dass die Finanzverwaltung in Betriebsprüfungen immer häufiger statistisch-mathematische Verfahren, wie den Chi-Quadrat-Test einsetzt. Ein auffälliger Chi-Quadrat-Test allein berechtigt aber noch nicht zur Schätzung eines höheren Umsatzes, wenn keine weiteren Mängel der Buchführung gegeben sind.
 

Für Arbeitgeber ist es wichtig zu wissen, dass der Bundesrat die Aufhebung des ELENA-Verfahrens (Elektronischer Entgeltnachweis) gebilligt hat. Damit ist der Weg frei, um das ELENA-Verfahren noch vor Jahresende einzustellen.
 

Für Arbeitnehmer dürfte es von Interesse sein, dass beim Bundesfinanzhof ein Musterverfahren zur Firmenwagenbesteuerung anhängig ist. Gestritten wird über die Frage, ob der Bruttoneuwagenlistenpreis der geeignete Maßstab zur Erfassung des geldwerten Vorteils für die Privatnutzung ist.
 

Aber auch in anderen Bereichen des Steuerrechts haben sich interessante Neuerungen ergeben, die Sie dem Inhaltsverzeichnis des Mandantenbriefes entnehmen können.

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